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Elbspeicher

Die Revitalisierung des Elbspeichers verbindet industrielles Erbe mit zeitgemäßer Nutzung. Originale Backsteinstruktur, neue Einbauten aus Stahl und Glas — ein Gebäude, das seine Geschichte trägt und gleichzeitig in die Zukunft weist.

Größe 5000 qm
Nutzung Hotel im denkmalgeschützten Gebäude
Gebäudeart Gewerbegebäude / Denkmalschutz
Leistungen LPH 1-8
Zeitraum Planung
Zeitraum Ausführung 01/2026 - heute
Auftraggeber
Team Rainer Mebus
Kompetenznachweis

MITTEL DER SPEICHER ATMET WIEDER

Der Elbspeicher gehört zu den markantesten Industriebauten an der Hamburger Hafenkante. Kamleitner Architektur hat das denkmalgeschützte Gebäude behutsam in eine neue Nutzung überführt — ohne seinen Charakter anzutasten.

Die ursprüngliche Tragstruktur aus Stahlbeton und Backstein bleibt vollständig erhalten und sichtbar. Neue Einbauten aus Stahl und mattiertem Glas fügen sich ein, ohne zu dominieren. Es entsteht ein Dialog zwischen Alt und Neu, der dem Ort seine Würde lässt und gleichzeitig Raum für zeitgemäßes Arbeiten schafft.

LANG SICHERHEIT ALS RAUM

Der Elbspeicher steht seit Jahrzehnten als stiller Zeuge an der Hamburger Hafenkante — ein Industriebau, der die Wucht seiner Entstehungszeit in jeder Fuge trägt. Als das Gebäude zur Umnutzung freigegeben wurde, war für Kamleitner Architektur von Anfang an klar: Dieser Ort verlangt Respekt, keine Überformung.

Das Konzept setzt auf maximale Zurückhaltung beim Eingriff und maximale Wirkung durch das Vorgefundene. Die originale Betonstruktur, die gusseisernen Stützen, die rauen Ziegelwände — all das bleibt sichtbar, wird gereinigt, gesichert, in Szene gesetzt. Neue Elemente — Treppen, Verglasungen, Installationen — sind klar als solche erkennbar und treten dennoch in den Hintergrund.

Im Erdgeschoss entsteht ein offener Veranstaltungs- und Ausstellungsbereich, der die volle Raumhöhe des Speichers erlebbar macht. In den Obergeschossen wurden flexible Büroflächen entwickelt, die sich an unterschiedliche Nutzer anpassen lassen. Jede Etage hat ihren eigenen Charakter — geprägt durch Lichteinfall, Raumproportionen und die unvermeidliche Schwere des Bestands.

Das Ergebnis ist ein Gebäude, das nicht neu wirkt — und das ist das größte Kompliment.